Aktuelle Veranstaltungen der ESG

20.06.2017 - 30.06.2017
Ausstellung „Die Reformation an Saar und Blies“
27.06.2017 | 08.30
Frühstart
27.06.2017 | 20.00
Die PPB und ihre Angebote für internationale Studierende

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Rückblick auf den Kirchentag in Berlin Drucken E-Mail

„Du siehst mich!“ – so lautet das Motto des diesjährigen Kirchentages, der vom 24. bis 28. Mai in Berlin stattfand. Ein ESG –Team mit 10 Personen war da. Hier kann man ihre persönlichen Highlights des Kirchentags im O-Ton nachlesen.   

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Kathi
barfuss.jpg„Mein persönliches Highlight des Kirchentages war die Veranstaltung „Exerzitien auf der Straße“. Da bin ich nach Moabit gefahren, das war ein Viertel, das ich nicht so gut kenne. Da haben wir eigentlich nicht viel Anleitung bekommen und wurden auf die Straße geschickt. Wir sollten unseren Rucksack, unsere Wertsachen und unsere Schuhe da lassen. Ich habe meinen Rucksack und meine Schuhe da gelassen und 1,5 Stunden lang ganz intensiv das Kirchtagsmotto „Du siehst mich“ angewendet auf die Stadt, die Umgebung und die Menschen, die dort waren. Ich bin sehr zur Ruhe gekommen und nehme das als spirituelle Kraftquelle mit vom Kirchentag.  Ansonsten war Berlin eine ganz tolle Stadt, die Gemeinschaft war schön, das Wetter war gut, unsere Schule war super. Ja, ich nehme viele Eindrücke und viel Erfahrung mit, die mich noch begleiten werden.“                                                                                                                                                                          

Olesya
restaurant.jpg„Ich bin sehr zufrieden mit dem Kirchentag und nehme viele gute Impulse mit. Ich hatte viele Möglichkeiten zum Lachen, zum Tanzen und zum Mitsingen. Ich habe das leckere Essen im Gläsernen Restaurant genossen und dort gute Gespräche geführt. Ich bin sehr sehr froh und erwartungsvoll auch auf den nächsten Kirchentag in zwei Jahren in Dortmund.“

                                                                                                                      

 

 


Matthias

landesvertretung_saarland_2.jpgDer Kirchentag verbindet sich bei mir mit den besonderen Momenten unter dem freien Himmel: spätabendliche Gespräche im Innenhof der Berliner ESG, die gastfreundlich zu sich in die Mitte der Hauptstadt eingeladen hat; ein ökumenischer Gottesdienst auf dem Gendarmenmarkt, in dem unsere Gesänge mit dem Nachdenken des evangelischen Propstes und des katholischen Erzbischofs über Sarah und Hagar (1. Mose 16) in Einklang kamen; unser Saarbrücker ESG-Treffen am Bistrotisch bei Schwenker und Saarwein im Garten der Saarländischen Landesvertretung nach der Podiumsdiskussion. 

berliner_mauer.jpgDass der Himmel über allen aufgeht und unsere Gedanken weitet, wurde mir nicht nur in den Kirchgebäuden, sondern auch vor dessen Toren bewusst. So bei der morgendlichen Bibelarbeit unter freiem Himmel an der Gedenkstätte Berliner Mauer, als  wir unsere Gedanken und Gebete auf den Frieden und die Versöhnung gerichtet haben. Keine Mauern sollen die Menschen voneinander trennen, sondern Begegnung und Resonanzen sollen entstehen. A propos Resonanzen: Der Jenaer Soziologe Hartmut Rose hat in einem Vertrag den Kontakt von Menschen untereinander, aber auch mit Gott und mit den Dingen der Welt, als Resonanz beschrieben. Und ich habe mir gedacht: Das ist eine gute Weise, unsere ESG weiter zu entwickeln. Nämlich als einen wunderbaren Resonanzraum, in dem Menschen einander wertschätzen, einander sehen (Das Kirchentagsmotto Du siehst mich!“ lässt sich auch auf Menschen übertragen) und aneinander wachsen. 

berlin_messe.jpgEin musikalisches Ausrufezeichen stand für mich am Schluss des Kirchentags: Feidman Plays Beatles. Was für eine musikalische Klasse, was für eine humorvolle und bisweilen selbstironische Performance des Großmeisters der Klarinette, Giora Feidman. Da kamen mir die Beatles noch einmal ganz neu ins Ohr - und mehr als das: auch ins Herz.

 

  Ewald
st.elisabeth_kirche.jpgAus der Riesenfülle des Programmangebotes  das für mich interessante zusammenzustellen fiel schwer. Hier meine 4 Highlights:
Zwei Bibelarbeiten am Freitag und Samstag in Saal 10 des Kosmosgebäudes (ein Kinosaal mit wunderbar bequemen Sitzen)
• Ferdinand Enns (Theologe)zum Thema Versöhnung (1. Mose 33,1-17) und
• Gabriele Britz (Richterin am Bundesverfassungsgericht) zum Thema Umkehr/Buße (Lukas 19, 1-10)
Und zwei Kulturangebote in der Elisabethenkirche, die dafür bestens geeignet war.
• „Incent of Music“, afrikanische Obertöne, klassische Viola und griechische Rhythmen; olfaktorisch begleitet mit geräuchertem Lorbeer und weißem Salbei.  Und (für mich der beeindruckendste Höhepunkt):
• „Louise Wagner Gravitation“, choregrafische Konzert-Performence zu Stabat Mater (G.B. Pergolesi) mit dem Mädchenchor der Singakademie Berlin und zwei Hip Hop Tänzern, begleitet von Orgel und Streichquintett auf historischen Instrumenten.


Heike

parochialkirch.jpgAuf dem Kirchentag in Berlin besuchte ich hauptsächlich kleinere Veranstaltungen in der Innenstadt. Beeindruckend, welche Mühen und langwierigen Vorbereitungen auch hier, für "nur" überschaubare Zuschauer- und Zuhörermengen erkennbar sind, welche unterschiedlichen Begabungen, welches Können auf die Bühne gebracht wurden! Ich lernte dabei mir unbekannte Ecken von Berlin kennen. Überraschend war für mich die Architektur der Kirchen in Ost-Berlin: offensichtlich nach der Wende renoviert, bleibt die Ruine sichtbar und ist doch als moderne Kirche restauriert. Das Ergebnis sind großräumige Orte mit einer klaren und doch spirituellen Atmosphäre - geeignet für berührende Momente, für Begegnungen mit dem Überirdischen. Auch wenn die Fahrt quälend lange war - dafür hat sie sich gelohnt!

 


Mawlan

Ich hatte mich zuvor bereits zweimal für einen Kirchentag angemeldet und musste beide Male in der letzten Minute meine Anmeldung stornieren. Nun, beim dritten Mal hat es endlich geklappt. Nach sehr langer Busfahrt (vor allem wegen vieler Pausen) sind wir in Berlin angekommen und haben in einer Schule in Plänterwald (Berlin Südost) unser Quartier bezogen. In einem Klassenzimmer hatte ich bis jetzt noch nie übernachtet, aber es stellte sich heraus, dass es nicht so schlimm war wie ich dachte.

merkel_obama.jpgGleich am nächsten Morgen war auch die Veranstaltung, wo ich unbedingt hin wollte: Merkel und Obama auf dem Podium vor dem Brandenburger Tor. Klar hatte ich die zwei Politiker oft im Fernsehen gesehen. Sie aber aus 15 Meter Entfernung bei der Diskussion zu beobachten, das war aufregend. Sie haben sich über die aktuellen Themen wie Flüchtlingskrise und Drohnenkrieg unterhalten. Obama’s Botschaft kurz zusammengefasst  war: „Es sind gefährliche Zeiten, aber verliert keine Hoffnung. Engagiert euch!“ An folgenden Tagen mangelte es nicht an interessanten Diskussionen. Ich besuchte einen christlich-jüdischen Dialog und eine jüdisch-islamische Diskussionsrunde, beide im Ludwig-Erhard-Haus. Es war faszinierend zu erfahren, wie eng eigentlich die drei großen Religionen miteinander verwandt sind.    

Veranstaltungen abends waren vor allem sehr musikalisch geprägt. Es liefen immer tolle Veranstaltungen parallel, so dass man gezwungen war, sich für eine zu entscheiden. Zwar habe ich den Weltspitze-Pianisten Wollny verpasst, aber immerhin konnte ich bei dem Konzert von Wise Guys und von dem berühmten Klarinettist Feidman dabei sein, für mich waren sie auf alle Fälle musikalische Leckerbissen!  Sonst konnte ich mir auch ein bisschen Zeit nehmen, die Stadt zu entdecken. Ich besuchte (auch nur kurz) das Schloss Sanssouci in Potsdam, einen Nachmittag verbrachte ich auf der Museumsinsel. Diese 5 Tage in Berlin werden unvergesslich bleiben.


Vasilis
foto_04.06.17_15_53_52.jpgBerlin besteht aus: freiem Raum, Grün, Himmel und freundlichen Leuten.  »Die Sinfonie der menschlichen Großstadt«. 
Halb Mittenacht im Stadtzentrum.  Eine junge Freiwillige auf Krücken macht Feierabend. 
Drei antipatriachalischen Vetreter der drei patriarchalischen Religionen auf dem Podium der Diskussion »_Queer und religiös?_«: "_The Church has sinned and owes an apology_." 
Der sprichwörtliche Teelöffel Jauche in ein Fass Wein: gelegentlich ein, als Türsteher verkleideter, kleinliche Diktator.

 

P.S.: ein paar mehr Bilder vom Kirchentag gibt es in der Galerie .                                                  

 

 

 

                           

 

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